Gesunde Ernährung

4 Tipps Für Eine Gesunde Ernährung

Obwohl es heutzutage bei Lebensmitteln so viele Wahlmöglichkeiten gibt wie niemals zuvor, ist gesunde Ernährung vielen Menschen immer noch ein Rätsel. Zum Teil sind dafür die Zwänge des Alltags verantwortlich, die uns häufig zu ungesunden Alternativen wie Fastfood und süßen Snacks greifen lassen. Auch viele dieser Zwänge könnte man allerdings durch eine entsprechend vorausschauende Planung vermeiden, indem man sich beispielsweise gesunde Snacks von zu Hause mitnimmt. Ebenso sieht es mit Lebensmitteln aus, die von der Werbung angepriesen werden. Deren Verlockungen kann man entweder folgen, oder man macht sich selbst seine Gedanken und tut lieber das, was man selbst für richtig hält. Es folgen einige Tipps, die hilfreich sind, wenn man sich gesund und ausgewogen ernähren möchte.

  • Tipp 1: Sparsam mit Zucker und Süßstoffen umgehen

Zucker ist ein erstklassiger Energieträger und die mittels Zucker dem Körper zugeführte Energie hat den Vorteil, diesem ziemlich unmittelbar zur Verfügung zu stehen, ohne dass erst aufwändige Umwandlungs- und Verwertungsprozesse anlaufen müssen. Problematisch ist allerdings, dass die meisten Menschen heute insgesamt zu viele zuckerhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Kalorienüberschüsse werden vom Körper letztlich in Form der ungeliebten Fettpolster eingelagert, so dass Leute, die gerne Süßigkeiten naschen, entsprechend zu Übergewicht neigen. Der Genuss von süßen Speisen treibt außerdem den Insulinspiegel schlagartig nach oben, so dass sich über den Tag verteilt beim übermäßigen Genuss von Zucker ein stark schwankender Blutzuckerspiegel ergibt.

Süßstoffe werden oft als gesunde Alternative angepriesen, dies ist jedoch nur zum Teil richtig. Zwar entfallen die lästigen Kalorien und die damit zusammenhängenden Probleme weitestgehend, allerdings wird der Körper durch die Einnahme von Süßstoffen in die Irre geleitet. Die per Geschmackssinn gemeldete Süße lässt die Zufuhr von Energie in Form von Zucker erwarten, worauf der Stoffwechsel daraufhin eingestellt wird. Diese Energie wird jedoch nicht geliefert. Durch die Verwendung von Süßstoffen wird also in den Stoffwechsel und Selbstregulierungsprozesse des Körpers eingegriffen. Süße Limonaden sollte man daher beispielsweise sparsam verwenden, egal ob sie mit Zucker oder mit Süßstoffen gesüßt wurden.

  • Tipp 2: Natürlichen Nahrungsmitteln den Vorzug geben

Wenn man Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung legt, sollte man im Grundsatz natürliche Nahrungsmitteln den Vorzug geben und industriell hergestellte oder verarbeitete Lebensmittel meiden. Die Lebensmittelindustrie vermag es zwar, abgesehen von einigen skandalträchtigen Vorgängen, ihre Produkte als gesund und sicher zu vermarkten, die Wahrheit sieht jedoch anders aus. Durch die Verarbeitung gehen zunächst einmal häufig wertvolle Inhaltsstoffe wie beispielsweise Vitamine, Mineralien und Spurenelemente verloren. Gleichzeitig werden oft künstlich hergestellte und fragwürdige Inhaltsstoffe zugesetzt. Dazu gehören beispielsweise Konservierungsstoffe, die dafür sorgen sollen, dass die produzierten Lebensmittel möglichst lange frisch bleiben.

Für den menschlichen Körper sind diese Zusatzstoffe im besten Fall wertlos und im schlimmsten Fall schädlich. Davon so wenig wie möglich zu konsumieren, macht daher auf jeden Fall Sinn. Leider hat man nicht immer die Wahl, allerdings sollte man dort, wo es möglich ist, unbedingt richtig wählen. Wer öfters Schokoriegel durch frische Früchte ersetzt, oder Kartoffelchips durch frisches Gemüse zum Knabbern, ernährt sich damit gesünder. Auch beim zuvor erwähnten Zucker hat man häufig die Wahl, statt industriell verarbeitetem Rohrzucker (oder Rübenzucker) besteht oftmals die Möglichkeit, beispielsweise mit Honig zu süßen. Ganz ähnlich sieht es bei anderen Lebensmitteln aus, in vielen Fällen gibt es gesunde, natürliche Alternativen zu industriell gefertigter oder verarbeiteter Nahrung.

Abnehmen ohne zu hungern

  • Tipp 3: Auf die Mischung kommt es an

Eine einseitige und somit unausgewogene Ernährung ist immer schlecht. Das gilt selbst dann, wenn alle Lebensmittel, die man verzehrt, für sich genommen vorbildlich ausgewählt wurden. Der menschliche Körper benötigt eine breite Vielzahl an Nahrungsbestandteilen für die verschiedensten Zwecke, so dass leicht eine Mangelsituation entstehen kann, wenn bestimmte Arten von Nahrungsmitteln ganz ausgeklammert werden. Vegetarier und erst recht Veganer müssen hier besonders vorsichtig sein, da Fleisch viele wertvolle Bestandteile enthält, die sich der Körper aus anderen Nahrungsmitteln kaum oder überhaupt nicht besorgen kann. Allerdings laufen auch andere Menschen Gefahr, sich unbewusst zu unausgewogen zu ernähren.

Bei der richtigen Mischung sollte man sich an bewährten Empfehlungen wie der Ernährungspyramide orientieren. Diese gibt prozentual vor, wie sich die in Lebensmittelgruppen eingeteilten Nahrungsmittel beim Verzehr insgesamt verteilen sollten. Gesunde Nahrungsmittel, die überwiegend wertvolle Bestandteile enthalten, bilden dabei die Basis der Lebensmittelpyramide, während die Nahrungsmittel nach oben hin tendenziell immer ungesünder werden und daher nur sparsam zum Einsatz kommen sollten. Entsprechend finden sich weiter unten ballaststoffreiche Kohlenhydrate, Obst und Gemüse, während man an der Spitze Zucker und Fette antrifft. Bei Fleischprodukten wird zunehmend zwischen weißem Fleisch und rotem Fleisch differenziert, wobei ersteres als gesünder angesehen wird.

  • Tipp 4: Richtig einkaufen und gesunde Alternativen wählen

Beim Einkauf hat man aufgrund der eingangs erwähnten Wahlmöglichkeiten buchstäblich den Schlüssel in der Hand, hier steht oder fällt die gesunde Ernährung! Im Grunde hat man heute bei praktisch jedem Produkt, zumindest aber bei jeder Gruppe von Produkten, mehrere Alternativen zur Auswahl. Hier ganz bewusst überwiegend gesunde Produkte auszuwählen, ist gar nicht schwierig, wenn man weiß, worauf es ankommt. Gesunde Nahrungsmittel müssen dabei auch nicht unbedingt teurer sein als ungesündere, dies gilt nur in manchen Bereichen. Trotzdem hat Gesundheit natürlich ihren Preis, ein Verzicht auf Düngemittel bedeuten eben beispielsweise weniger Ertrag und ein Verzicht auf Konservierungsstoffe eine kürzere Haltbarkeitsdauer.

Obst und Gemüse gelten zu Recht als gesund, allerdings ist eine eventuelle Belastung mit Düngemitteln oder Pestiziden zu berücksichtigen. Wer auf eine breite Mischung sowie auf die Herkunft der Produkte achtet, kann sich gesünder ernähren. Bei den Fleischprodukten empfiehlt es sich, öfter weißem Fleisch dem Vorzug vor rotem Fleisch zu geben, von Zeit zu Zeit Fleischmahlzeiten durch Fischmahlzeiten zu ersetzen und eher mageres als fettes Fleisch zu essen. Auch bei den Kohlenhydraten gibt es zahlreiche Alternativen: Ungeschälter Reis statt geschältem Reis sowie Vollkornbrot statt Weißbrot sind Beispiele dafür, wie man sich für ähnliche, jedoch gesündere Varianten bestimmter Nahrungsmittel entscheiden kann.

Gesunde Ernährung ist ein wichtiges Thema, für das man sich unbedingt einmal die Zeit und Muße nehmen sollte, um sich ausführlich damit zu beschäftigen. Die Vorteile liegen schließlich klar auf der Hand, denn viele sogenannte Volkskrankheiten werden durch schlechte Ernährungsgewohnheiten ausgelöst oder zumindest begünstigt. Das ist vermeidbar, die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden ist eine gewisse Anstrengung wert. Eine Umstellung der Ernährung wird im Nachhinein oftmals als wichtiger Meilenstein im Leben betrachtet, von dem man enorm profitieren kann.